Leitfähigkeitsuntersuchungen

Ansprechpartner:
Dr. Dirk Lellinger
PD Dr. Bernd-Joachim Jungnickel

Polymere sind in der Regel elektrisch gut isolierend, d.h. sie haben eine extrem geringe Leitfähigkeit. Aus der Umgebung eingefangene Ladungen können sehr lange im Material verweilen ohne abzufließen; es lädt sich elektrisch auf. Die Materialoberfläche, die in unmittelbarem Kontakt zur Umgebung steht und von dort z. B. mit Feuchte kontaminiert werden kann, wird u. U. eine vom Materialinnern deutlich abweichende Leitfähigkeit aufweisen. Es muss daher zwischen Oberflächen- und Volumenleitfähigkeit unterschieden werden. Schon geringe Verunreinigungen wie Fingerabdrücke können die Leitfähigkeit um Größenordnungen ändern. Daher ist bei der Messung allerhöchste Sorgfalt an die Probenvorbereitung und die Kontrolle der Messumgebung zu legen. Daneben sind natürlich hochempfindliche Messgeräte Voraussetzung für zuverlässige Messungen.

Leitfähigkeitsuntersuchungen im Temperaturbereich von Raumtemperatur bis 200°C an beliebig dünnen Folien und flächigen Proben bis 6mm Dicke

  • Anwendungen:
    • Oberflächenleitfähigkeitsmessungen: Ermittlung spezifischer Oberflächenwiderstände von 103Ω bis zu 1017 Ω
    • Volumenleitfähigkeitsmessungen: Ermittlung spezifischer Volumenwiderstände von 103Ω cm bis zu 1018 Ω cm
Meßgerät und Probenhalterung für die Bestimmung extrem geringer Leitfähigkeiten
Spezifischer Oberflächenwiderstand von Polypropylenfolien als Funktion der Umgebungsluft-Feuchte