Härtung von Duromeren
Bei der Härtung von Duromeren, wird das flüssige Harzsystem, über einen gelartigen Zustand, zu einen glasartigen Festekörper. Während diesem Härtungsvorgang, der einige Minuten bis Tage dauern kann, ändern sich die physikalischen Eigenschaften des Systems. Von großem Interesse sind hierbei Änderungen im Scher- und Schubmodul, sowie im Volumen in Abhängigkeit von der Reaktionszeit. Die Änderungen dieser Eigenschaften während des Härtungsprozesses, gehen mit der Ausbildung von Spannungen in dem Festkörper einher.
Ein Forschungsschwerpunkt der Abteilung Physik liegt in der Entwicklung von Materialmodellen, welche die Änderungen physikalischer Eigenschaften als Funktion der Reaktionszeit beschreibt. Durch die Implementierung solcher Modelle in Simulationsprogramme, ist es möglich Prognosen für Spannungsbildungen während der Härtung von Duromeren zu geben. Die Vorhersagen solcher Simulationen können, beispielsweise durch spannungsoptische Experimente am Institut verifiziert werden.


