Massepolymerisation (Heterogene Polyreakion in Substanz)

Ansprechparter:

Bei der Massepolymerisation (bulk polymerisation) handelt es sich um ein Verfahren, bei dem die Monomere ohne Löse- oder Verdünnungsmittel polymerisiert werden.

Im DKI werden Pfropf-Copolymerisationen von Thermoplasten auf Elastomer durchgeführt ("grafting from"). Dabei ist anfänglich das Elastomer im Monomer des Thermoplasten gelöst. Während der Polymerisation kommt es zu einer Phasentrennung, die sich bis auf den Nanobereich führen lässt.

Dadurch ist die in-situ Hergestellung von Polymerblends mit Phasenvermittler möglich.

Ziel des "Product by Process" ist durch die Wahl der Rezeptur und den Reakionsbedingungen eine definierte Morphologie einzustellen, die für die gewünschten mechanischen und optischen Eigenschaften des Polymers dominiert.

Reaktionsführung --> Morphologie --> Eigenschaften

  • Auszeichnung:
    • große Reaktionsgeschwindigkeiten
    • hohe Molmassen
    • in-situ Polymerblend mit Phasenvermittler
  • Vorteile:
    • sehr reines Polymer möglich
    • Rückgewinnung von Löse- oder Dispergiermittel entfällt
    • in-situ Polymerblend mit Phasenvermittler
  • Nachteile:
    • verfahrenstechnische Durchführung ist schwierig (Wärmeableitung, Handhabung hochviskoser Medien)

 

 

chemie_massepolymerisation.jpg
eine mögliche Morphologie (
Rot: ungesättigtes Elasotmer (z.B.: Polybutadien BR)Grün: Styroleinheit