Lichtmikroskopie

Ansprechpartner:
Dr. Edith Hellmann

Kunststoffe weisen oft Überstrukturen in allen Größenordnungen auf, die mit mikroskopischen Methoden abgebildet werden können. Für Strukturen im Bereich 1-100µm ist die Lichtmikroskopie zuständig. Feinere Strukturen werden mit elektronenmikroskopischen Methoden und mit der Kraftfeldmikroskopie sichtbar gemacht. In den Auflösungsbereich der Lichtmikroskopie fallen z.B. die sphärolithischen Polymerkristalle, deren lamellare Feinstruktur dann mit den genannten hochauflösenden Methoden und mit der Röntgenstreuung charakterisiert wird. Lichtmikroskope sind zur Abbildung von optisch anisotropen Strukturen wie den Kristallen oder den Flüssigkristallen mit gekreuzten Polarisatoren ausgerüstet. Mit Interferenzkontrast kann zudem auch der oft schwache Kontrast in isotropen Systemen wie z.B. den Polymerblends verstärkt werden.

 

  • Polarisationskontrast zur Charakterisierung kristalliner Phasen, Interferenzkontrast zur Abbildung von Legierungsmorphologien
    • Polymerblends, Copolymere, gefüllte Kunststoffe, Verbundwerkstoffe
    • Phasenkonrast: Kristalline Polymere, Kristallphasen auf Oberflächen und in Blends
    • Interferenzkontrast: Mehrphasensysteme wie Blends, phasenbildende Copolymere

 

Geräte:

  • Leitz Metalloplan, Olympus
Polarisationsmikroskopische Aufnahme eines dendritischgewachsenen Polymerkristalls